Überraschung zum Jahresende

Die turbulenten Vorgänge im Randersackerer Rathaus sind uns allen bekannt. In der letzten Sitzung schließlich gab es eine große Überraschung Die Räte Matthias Henneberger und Otto Schenk (beide ÖDP) baten darum, sie in der kommenden Sitzung offiziell von ihren Pflichten zu entbinden. Nach 20 Jahren der konstruktiven und erfolgreichen Opposition, nach einer Zeit als „Reißnagel“ der auch einen „dicken Hintern bewegen kann“, legen die beiden ihr Amt nieder.

Es ist durchaus zu verstehen, denn es scheint, als könne die Opposition im Randersackerer Gemeinderat nicht wirklich viel ausrichten. Die Übermacht, die der UWG-Block mit seinen Verbündeten innehat, der Umstand, dass der rechtskräftig verurteilte 1. Bürgermeister Dietmar Vogel von diesem Block insgeheim immer noch gestützt und so die unhaltbare politische Schwebelage in Randersacker unverdrossen weiter befeuert wird, ist ohne Frage enorm frustrierend.

Und so appellierte Matthias Henneberger in seiner Abschiedsrede auch aufs Intensivste an Herrn Vogel, das Amt endlich freizugeben und nicht länger auf eine Würde zu pochen, von der niemand, einschließlich ihm selbst vermutlich, wirklich glaube, dass er sie jemals wieder einnehme.

Des einen Leid…

Vermutlich werden einige im Rathaus nicht sehr traurig über die Entscheidung der Herren Henneberger und Schenk sein. Zumal gerade Matthias Henneberger deutlich und klar benannte, warum er den jetzt amtierenden Stellvertretenden Bürgermeister Oliver Liedtke für unwählbar hielt. Neben der Frage nach Sachkenntnissen, die Herr Liedtke nicht zufriedenstellend beantworten kann gab es mehrere Vorfälle die zeigten, dass auch die demokratische Bürgernähe, sowie der Umgang mit Kritik und Fragen durch die Randersackerer Bürger nicht zu seinen Stärken gehören.

Auch der Umstand, dass UWG und SPD immer noch das Hauptproblem Dietmar Vogel klein reden und damit am unhaltbaren Zustand der Randersackerer Politik festhalten, wurde von Herrn Henneberger immer wieder offen benannt. Ebenso wie die Tatsache, dass offenbar politische Opposition in persönliche Feindseligkeiten resultierten und immer wieder resultieren, wurde zu Recht deutlich kritisiert.

Fraglos ist die Opposition eine der schwierigsten politischen Positionen. Sie erfordert Mut, Einsatzbereitschaft und das sprichwörtliche „dicke Fell“. Die Herren Henneberger und Schenk zeigten immer wieder, dass sie über diese Eigenschaften verfügen und dass sie, auch wenn es sich oft für sie nicht so anfühlte, sehr wohl und sehr erfolgreich der „Reißnagel sein konnten, der auch einen dicken Hintern bewegt“.

Mit tiefem Dank und sehr ungern sehen wir sie gehen und wünschen ihren Nachfolgern Kraft, Entschlossenheit und die nötige Energie die es braucht, endlich wieder der Gemeinderat einer erfolgreichen und florierenden Gemeinde zu sein statt nur eine Gruppe von Menschen, in der die Bündnismehrheit zwar immer wieder Zusammenarbeit fordert, dann aber an den persönlichen Eitelkeiten scheitert. Aber vielleicht lernen die Verantwortlichen ja mal dazu.

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